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Giuseppe und das 2. Leben
Ich heiße Marline und bin 12 Jahre
alt, und meine Hobbys sind Reiten, Tanzen und meine Katze
Guiseppe. Sie hat ein ganz weiches Fell und lässt sich auch
gern kraulen, und ich nehm sie auch manchmal mit ins Bett.
Als ich sechs war, da
wurde es mir eines Morgens schlecht, und ich bin im Badezimmer zusammengebrochen.
Meine Mutter hat mich zum Arzt gebracht, und der hat uns direkt in
die Uniklinik Köln geschickt. Ich hatte ganz viel Angst, was
die da mit mir machen würden. Die Ärzte dort wussten erst
auch nicht, was mit mir los war und haben ganz viele Untersuchungen
gemacht.
Dann haben sie mich auf die Onkologie (Krebsstation) verlegt.
Ich lag mit einem Mädchen im Zimmer, das auch Krebs hatte. Sie
hat mir alles erklärt, auch wie das mit der Chemotherapie ist.
Da fließen die Medikamente durch Schläuche in den Körper.
Davor hatte ich schon ziemliche Angst. Aber ich hab mir gedacht,
wenn sie das aushält, schaff ich das auch! |
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Leider hab ich die Chemotherapie nicht gut vertragen. Ich bekam
keine Luft mehr und ganz dolles Bauchweh. Außerdem bin ich
von den Medikamenten ganz dick geworden. Aber das Schlimmste war:
Als ich eines Tages aufwachte und in den Spiegel guckte, da lagen
alle meine Haare auf dem Kopfkissen. Das war ein sehr komisches Gefühl.
Eigentlich hätte ich im Sommer 2000 zur Schule kommen sollen,
aber weil ich so krank war, ging es nicht. Das war sehr traurig,
denn jetzt konnte ich nicht in einer normalen Schule eingeschult
werden, sondern musste im Krankenhaus zur Onko-Schule gehen. |
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| Weil es mir immer noch nicht besser ging, beschlossen die Ärzte,
dass ich eine Knochenmarktransplantation bekommen sollte. Bei einer
Operation haben sie meinem Bruder Dominik Knochenmark entnommen,
das kam in einen Blutbeutel und ist dann über Schläuche
vier Stunden lang in mich reingelaufen. Ich fand das sehr toll, dass
mein Bruder das gemacht hat. Und er war auch sehr stolz. |
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Weil man nach einer Knochenmarktransplantation ganz leicht einen
Rückfall bekommen kann, wurde ich in die Essener Uniklinik verlegt.
Dort musste ich in einem ganz kleinen keimfreien Zimmer leben, das
nannte man Box (Schachtel). Ich habe einen Mundschutz getragen, und
meine Familie durfte mich nur durch eine Glasscheibe sehen.
In dieser
Zeit habe ich ganz viel gemalt. Ich habe auch Angst gehabt, dass
ich sterben könnte. Ich hab gedacht, ich bin tot und alle sind
traurig. Dann werd ich ein Engel und komm zu meinem Hund in den Himmel. |
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Meine Mutter hat mir in dieser Zeit versprochen, dass ich eine
eigene Katze kriege, wenn ich wieder gesund werde. Und das wollte
ich unbedingt. Es hat zwar fast zwei Jahre gedauert, aber jetzt bin
ich geheilt, sagen die Ärzte. Meine Haare sind nachgewachsen
und ich bin so dünn wie früher. Ich wohne wieder zu Hause
und gehe in eine ganz normale Schule.
Meine Katze Guiseppe ist mein
bester Freund. |
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Marline hat eine tolle
Seite, ihr könnt sie euch anschauen unter :
www.platz-home.de
Marline freut sich über E-Mails.
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