Ein Knochenmarkspender erzählt
Hallo Ihr
Alle!!
Durch einen Link
bin ich auf Eure Seite gekommen und möchte einfach mal meine Erfahrungen
mitteilen. Ich bin 33 Jahre alt, wohne in Schwerte (nähe Dortmund) und
habe im Mai 2002 Knochenmark gespendet.
Ich bin seit 1991 im
Knochenmark-Spenderregister der Heinrich-Heine Universität eingetragen.
In den letzten Jahren bin ich so 4-5 mal angeschrieben worden, mit
der Bitte bei meinem Hausarzt Blut für weitere Typisierungen zu
spenden.
Lange Zeit hörte
ich nichts mehr, bis auf letztes Jahr. Da ging alles sehr schnell.
Im April wurde ich angeschrieben, dass ein geeigneter Empfänger
vorhanden sei. Ich spendete beim Hausarzt Blut und wurde in der Uni
gründlich untersucht. Im Mai 2002 war es dann soweit, - Ich war
geeignet und sollte Knochenmark spenden.
Irgendwie hatte
ich schon Angst, da bei mir mit Hilfe einer Beckenkamm-Punktion die
Zellen entnommen werden sollten. Aus Angst vor den Schmerzen habe ich
mich aber dann für die Entnahme mit Hilfe von Medikamenten (Granocyte)
entschlossen.
Nachdem ich mir
5 Tage das Medikament selbst gespritzt hatte, fuhr ich in die Heinrich-Heine
Universität nach Düsseldorf zur Entnahme. Dort wurde ich
4 Stunden an eine Dialyse-Maschine angeschlossen. Nach ca. 2 Tagen
waren auch meine Beschwerden (Ich fühlte mich, als ob ich Grippe
hätte) weg.
2 Wochen nach der Entnahme
wurde ich wieder untersucht. Bei mir war alles ok.
Meine ganzen
Ängste und Schmerzen waren im Vergleich zu dem Erfolg unwichtig.
Leider habe ich den Empfänger nie kennengelernt, aber ich hoffe
dass es ihm oder ihr gut geht.
Wenn Ihr Spender
habt, die noch Fragen haben, können sich diese gerne an mich wenden.
Bernd