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" Dieses Buch ist meinem geliebten Sohn gewidmet...

  Für ihn und alle anderen Kinder, die so tapfer gegen den Krebs kämpfen...."

 


Chemotherapie -ein Bilderbuch für Kinder

von Lena Damminger

 


Unser Körper besteht aus verschiedenen Zellen, die ganz unterschiedlich aussehen. Jede Art erfüllt eine besondere Aufgabe.

Da gibt es zum Beispiel Gehirnzellen, mit denen wir denken, mit den Hörzellen hören wir und mit den Sehzellen sehen wir.

Die Muskelzellen brauchen wir, um uns zu bewegen und die Knochenzellen machen die Knochen stark. 

Die Fettzellen dienen als Polster und als Vorratskammer, während die Nervenzellen "Nachrichten" durch  unseren Körper leiten.

Wir brauchen all diese Zellen zum Leben. Damit immer genügend vorhanden sind, vermehren sie sich im Körper in einer genau festgelegten Ordnung.

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Nun gibt es aber manchmal Zellen, die sich nicht an diese Ordnung halten.

Sie erfüllen keine Aufgaben, sie vermehren sich nur dauernd und stören die anderen Körperzellen.

Diese bösen Zellen nennt man Krebszellen. Auf dem Bild sind die Krebszellen als rote Zellen zwischen gesunden Zellen zu sehen.

Sie scheinen ganz harmlos zu sein und werden oft jahrelang nicht bemerkt. auch die Körperpolizei, die weißen Blutkörperchen, bemerkt und bekämpft sie nicht.

Niemand weiß, warum die Krebszellen nicht auf die Ordnung im Körper hören und sich völlig unkontrolliert vermehren.

Sie werden einfach mehr und immer mehr, ihre Ansammlung wird größer und größer und dabei zerquetschen die Krebszellen die gesunden Zellen rundherum.

Diese Ansammlung von Krebszellen nennt man Tumor.


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Diese Tumore können an ganz unterschiedlichen Stellen im Körper wachsen. Je nachdem, wo sie sich befinden und wie groß sie sind, verursachen sie ganz verschiedene Beschwerden und Schmerzen.

Sie können den Menschen sehr krank machen und müssen unbedingt bekämpft werden.

Oft können Tumore herausoperiert werden. aber nicht immer kann man alle Krebszellen herausoperieren. Dann bleibt ein Rest im Körper und der wächst dann wieder.

Bestimmte Arten von Krebszellen können auch im Körper herumwandern.

Sie bilden an anderen Stellen neue kleine Tumore, sogenannte Metastasen. auch die wachsen dann und werden gefährlich.

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Es gibt auch Krebszellen, die keine Tumore bilden. so kann es passieren, dass die Körperpolizei, die weißen Blutkörperchen oder Leukozyten, nicht mehr richtig arbeitet. 

Diese Leukozyten entstehen im Inneren unserer Knochen, im Knochenmark. Dort wachsen sie heran und dort lernen sie auch alles, was sie für ihre späteren Aufgaben brauchen.

Bei einer Krankheit namens Leukämie oder Blutkrebs vermehren sich diese Leukozyten unerklärlicherweise viel zu schnell. sie bleiben nicht lange genug im Knochenmark, um ihre Aufgaben zu lernen und erwachsen zu werden.

Diese unausgereiften Leukozyten nennt man Blasten. Sie tun eigentlich nichts Böses, aber es werden halt immer mehr und sie sind den anderen Zellen dauernd im Weg.

Da diese im Blut sind, gelangen sie überallhin im Körper und stören deshalb auch überall und natürlich können sie aus dem Blut auch nicht herausoperiert werden.

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Damit man alle Krebszellen und auch diese Blasten wirklich zerstören kann, bekommt der Patient einen Chemotherapie.

Dazu werden verschiedene Zytostatika, also Zellkiller, in den Körper geleitet. Wir nennen sie hier die Chemokrieger.

Sie sind äußerst aggressiv und müssen mit größter Vorsicht eingesetzt werden.

Wegen ihrer Aggressivität können sie Appetitlosikeit und Übelkeit verursachen, aber das ist alles weit weniger schlimm als das, was die Krebszellen im Körper machen können.
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Die Chemo-Krieger greifen die Krebszellen an, jeder auf seine eigene Art und Weise.

So vernichten sie langsam den Tumor, die übriggebliebenen Krebszellen und Metastasen und sie können im Blut die Blasten jagen und kaputtmachen.

Es werden nicht alle Chemo-Krieger auf einmal in den Körper geleitet, sondern meist nur eine bestimmte Art auf einmal.

Danach wird einen Pause gemacht und dann ist die nächste Art an der Reihe. Welche Krieger wann dran sind, kann der Arzt dem Therapieplan entnehmen.

Wie nun erkennen die Chemo-Krieger die Krebszellen?

Die Krebszellen und Blasten wachsen besonders schnell, und das erkennen die Chemo-Krieger und greifen an.

Alle schnellwachsenden Zellen habe ich in diesem Buch rot oder rötlich gemalt, damit auch ihr sie erkennen könn

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Nun gibt es im Körper aber auch noch andere schnell wachsenden Zellen. Das sind vor allem die Zellen im Blut:

Die Thrombozyten, kurz Thrombos genannt, sind die Krankenschwestern im Körper, sie helfen, jede Blutung zu stillen. 

Und die Leukozyten, die Leukos oder "weißen Blutkörperchen", die unsere körpereigenen Polizisten sind.

Es gibt sie in den verschiedenen Formen und sie bekämpfen Bakterien, Viren, Pilze und alles andere, was den Körper krankmacht.

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Leider sind die Chemo-Krieger zwar unheimlich stark, aber nicht besonders schlau.

Sie greifen eben alle Zellen an, die schnell wachsen, also alle, die hier rötlich dargestellt sind.

Also zerstören sie auch eine Menge Erys, Thrombos und Leukos.

Damit diese sich wieder vermehren können, werden in der Chemotherapie immer wieder Pausen eingelegt und die Zahl der Blutzellen kontrolliert.

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Wenn nun zu wenig Erys im Blut sind, wird der Patient ganz blass und müde.

Glücklicherweise kann man die Erys eines anderen Menschen ins Blut leiten. Diese helfen dann beim Energietransport mit.

Bei zu wenigen Thrombos kann jede kleine Verletzung gefährlich werden, da nicht genug Krankenschwestern da sind, um die Blutung zu stillen.

Deshalb müssen die Patienten sehr vorsichtig sein beim Spielen und Sport treiben.

Aber auch hier können die Thrombos eines anderen Menschen aushelfen.

Bei den Leukos geht das leider nicht, die eigenen Leukos vertragen sich nicht mit denen von anderen Menschen.

Und wenn zu wenig von Ihnen da sind, wird der Patient sehr anfällig für Krankheiten.

Er braucht viele Medikamente und muss sich vor ansteckenden Krankheiten in acht nehmen.
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Die Wurzeln der Haare sind ebenfalls schnellwachsende Zellen.

Also werden auch sie von den Chemo-Kriegern angegriffen und kaputtgemacht.

Die Haare haben keinen Halt mehr und fallen nach und nach alle aus.

Auch viele Hautzellen, vor allem im Mund, wachsen schnell und sind daher gefährdet.

Daher ist während der Therapie eine gute Hygiene, also viel Waschen und Zähneputzen ganz wichtig.

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Aber irgendwann ist auch die längste Chemotherapie zu Ende.

Die Chemo-Krieger wandern langsam aus dem Körper heraus und alles wird allmählich wieder normal.

Die Erys, Thrombos und Leukos können sich wieder ungestört vermehren und ihre Aufgaben im Körper erfüllen.

Die Hautzellen erholen sich wieder und die Haare wachsen auch ganz schnell nach.


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Wir bedanken uns bei Fr. Damminger für die Möglichkeit
der Veröffentlichung

 
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