Kontaktaufnahme
mit der Familie
Die Bedeutung des familiären Umfeldes
für den Heilungsprozess ist inzwischen unbestritten und die
Einbeziehung der Familie in medizinische Behandlung und psychosoziale
Betreuung selbstverständlich geworden.
"Eltern und Geschwister geben
schwerkranken Kindern den Schutz und die Geborgenheit, um sie vor
Leid und Ängsten zu schützen, damit sie die bedrohlichen
und schmerzhaften Situationen im Krankenhaus ohne größere
Schäden überstehen." Heide
Häberle

Manchen Familien, besonders den Vätern
und Geschwistern, ist ein regelmäßiger Krankenhausbesuch
oft nicht möglich. Auch das Kind/ der Jugendliche verliert den
'hautnahen' Kontakt mit zuhause, da die Behandlungszentren oft weit
entfernt vom heimatlichen Ort sind.
Mit
der Installation einer Web-Cam zuhause und im Krankenzimmer kann
bei Bedarf ein sehr lebendiger Kontakt mit zuhause geschaffen werden:
Einen
Blick ins eigenen Zimmer werfen,
mit
am Familientisch sitzen,
sich
wieder 'wie zuhause' fühlen
Das Versenden von E-Mails durch die
Kinder/ Jugendlichen wird zusätzlich oder alternativ den Austausch
mit Geschwistern und anderen Familienmitgliedern fördern.
Dies kann den Kontakt zur Familie,
besonders auch den Geschwistern wesentlich verbessern. Die Geschwister
erhalten die Möglichkeit, sich über E-Mail intensiv
auszutauschen. Sie können aktiv etwas für das erkrankte
Kind tun, sind nicht mehr ausgeschlossen, sozusagen in einer 'Randposition',
auch für die Eltern.
"Eine große Sorge bereiten
die gesunden Geschwister, die vielfach mit Schulschwierigkeiten,
psychosomatischen Störungen, Angst, aber auch Wut auf die
Erkrankung reagieren. Es ist wichtig, mit den Geschwistern darüber
zu sprechen, ihnen Verständnis entgegenzubringen, und sie
in den Kontakt mit dem kranken Kind in der Klinik einzubeziehen." Heide
Häberle
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